Alle Rezepte

Stöbere durch unsere traditionellen deutschen Rezepte — von herzhaften Hauptgerichten bis zu klassischen Kuchen.

Illustration: Teller Spaghetti mit Kräutern

Hauptgerichte

Thunfisch-Spaghetti mit Knoblauch und Zitrone – in 20 Minuten

Diese Thunfisch-Spaghetti sind das perfekte Feierabendgericht: In etwa 20 Minuten steht ein Teller Pasta auf dem Tisch, und die meisten Zutaten hat man ohnehin im Vorratsschrank. Spaghetti, eine Dose Thunfisch, Knoblauch, Olivenöl, Zitrone und Petersilie – mehr braucht es nicht für ein leichtes, aromatisches Essen. Das Rezept lebt von wenigen, gut abgestimmten Aromen. Der Knoblauch wird sanft im Olivenöl angeschwitzt und gibt seinen Geschmack an das Öl ab. Der Thunfisch wird darin nur kurz erwärmt, damit er saftig bleibt. Zitronensaft bringt Frische, und die Petersilie sorgt für Farbe. Ein Schuss Nudelwasser verbindet am Ende alles zu einer leichten Soße, die an den Spaghetti haftet. So braucht das Gericht weder Sahne noch Käse und bleibt angenehm leicht. Beim Knoblauch ist Vorsicht gefragt: Er sollte nur hell anschwitzen. Wird er braun, schmeckt er bitter und überdeckt die feinen Aromen. Deshalb bei mittlerer Hitze arbeiten und ständig rühren. Die Menge reicht für zwei Portionen und lässt sich leicht verdoppeln.

⏱ 20 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Butterplätzchen

Kuchen & Torten

Butterplätzchen aus einem Teig – viele Sorten, ein Grundrezept

Mit diesem Grundrezept für Butterplätzchen entsteht aus einem einzigen Teig ein ganzer, bunter Plätzchenteller. Der klassische Mürbeteig aus Mehl, kalter Butter, Zucker, Ei und Vanille lässt sich in alle möglichen Formen ausstechen. Nach dem Backen werden die Plätzchen ganz unterschiedlich verziert: mit Marmelade gefüllt, in Schokolade getaucht oder einfach so gelassen. Gerade in der Adventszeit spart das viel Arbeit. Statt mehrere Teige herzustellen, wird nur einmal geknetet. Die Abwechslung entsteht durch Ausstecher und Verzierung. Kinder haben dabei besonders viel Spaß. Für das Gelingen ist die Temperatur entscheidend. Mürbeteig muss kalt sein, damit er sich gut ausrollen lässt und beim Backen seine Form behält. Deshalb wird der Teig nach dem Kneten 30 Minuten gekühlt und dann portionsweise aus dem Kühlschrank genommen. Warmer Teig klebt, reißt und verläuft im Ofen. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 50 Plätzchen, je nach Größe der Ausstecher. Die Butterplätzchen sind in einer Blechdose mehrere Wochen haltbar und eignen sich gut zum Verschenken.

⏱ 100 Min.Einfach
Illustration: Pfanne mit Schnitzeln in heller Soße

Hauptgerichte

Überbackene Partyschnitzel – mit Sahne und Käse aus dem Ofen

Partyschnitzel sind ideal, wenn Gäste kommen und man nicht am Herd stehen möchte. Die Schnitzel werden nur kurz angebraten, mit Zwiebeln und Knoblauch in eine Auflaufform geschichtet, mit Sahne übergossen und mit Käse bestreut. Im Ofen garen sie dann in etwa 25 Minuten fertig, während sich eine goldene Käsekruste bildet. Das Praktische an diesem Rezept ist, dass sich alles gut vorbereiten lässt. Die Schnitzel können einige Stunden vorher angebraten und in die Form gelegt werden. Kurz bevor die Gäste kommen, kommt die Sahne darüber, und der Ofen übernimmt den Rest. Damit die Schnitzel saftig bleiben, gilt eine einfache Regel: nur kurz anbraten. Das Fleisch soll lediglich Farbe bekommen. Zu langes Braten plus die Zeit im Ofen würde es austrocknen. Die Sahne schützt das Fleisch beim Backen und verbindet sich mit dem Bratensatz und den Zwiebeln zu einer cremigen Soße. Für vier Portionen reichen vier Schnitzel. Wer für eine größere Runde kocht, kann das Rezept einfach verdoppeln und auf zwei Formen verteilen. Dazu passen Reis, Kartoffeln oder frisches Baguette.

⏱ 40 Min.Einfach
Illustration: Bräter mit Schmorbraten und Soße

Hauptgerichte

Räuberbraten mit Senf – zarter Schweinebraten aus dem Ofen

Ein Räuberbraten ist ein herzhafter Schmorbraten, wie er früher am Sonntag auf den Tisch kam. Ein großes Stück Schweinebraten wird kräftig gewürzt, mit Senf eingerieben und rundherum angebraten. Danach schmort es zusammen mit Zwiebeln und Brühe langsam im Ofen, bis das Fleisch so zart ist, dass es fast von selbst zerfällt. Der Senf hat dabei zwei Aufgaben: Er würzt das Fleisch und bildet beim Anbraten eine aromatische Kruste. Im Laufe des Schmorens verbindet er sich mit dem Bratensaft und den Zwiebeln zu einer würzigen Soße, die nur noch abgeschmeckt werden muss. Für einen Räuberbraten eignen sich Schweinenacken oder Schweineschulter besonders gut. Sie sind leicht durchwachsen und bleiben beim langen Garen saftig. Die Garzeit hängt von Größe und Form des Bratens ab, deshalb lohnt sich ein Fleischthermometer. Ganz wichtig ist die Ruhezeit nach dem Garen. Wird der Braten sofort angeschnitten, läuft viel Fleischsaft aus. Zehn bis fünfzehn Minuten unter Alufolie genügen, damit sich der Saft verteilt. Dazu passen Klöße, Kartoffeln oder Spätzle und ein Rotkohl.

⏱ 180 Min.Mittel
Illustration: Teller mit Nudeln in cremiger Soße

Hauptgerichte

Schinken-Nudeln mit Schmand – überbacken aus dem Ofen

Schinken-Nudeln gehören zu den Gerichten, die fast jeder aus seiner Kindheit kennt. In dieser Variante werden sie mit einer cremigen Schmandsoße verfeinert und anschließend mit Käse überbacken. So entsteht ein einfacher Auflauf, der außen eine goldbraune Kruste hat und innen schön saftig bleibt. Die Zutatenliste ist kurz: Nudeln, Schmand, gekochter Schinken, Käse und eine Zwiebel. Schinken und Zwiebel werden kurz angebraten, damit sie Röstaromen entwickeln. Der Schmand wird mit etwas Nudelwasser glatt gerührt und hüllt die Nudeln ein. Im Ofen bekommt das Ganze dann die typische Käsekruste. Bei Schmand ist eines wichtig: Er sollte nicht stark kochen. Sonst kann die Soße ausflocken und wirkt gerissen statt cremig. Deshalb wird er nur sanft erwärmt, bevor die Nudeln in die Form kommen. Das Nudelwasser sorgt dafür, dass die Soße geschmeidig bleibt. Das Rezept reicht für drei Portionen und ist in etwa 40 Minuten fertig. Es ist ein ideales Alltagsessen, das sich auch gut zur Resteverwertung eignet – übrig gebliebene Nudeln vom Vortag funktionieren genauso gut.

⏱ 40 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Butterplätzchen mit Schokolade

Kuchen & Torten

Schoko-Spritzgebäck – zarte Butterplätzchen mit Schokoladenspitze

Spritzgebäck gehört in vielen Familien zur Weihnachtsbäckerei wie der Duft von Butter und Vanille. Diese Variante mit Schokoladenspitze ist besonders beliebt: Der zarte Butterteig wird mit einer großen Sterntülle zu Streifen gespritzt, goldgelb gebacken und anschließend zur Hälfte in Zartbitterschokolade getaucht. Das Besondere an diesem Teig ist die Speisestärke. Sie ersetzt einen Teil des Mehls und macht das Gebäck besonders mürbe, sodass es auf der Zunge fast zerfällt. Puderzucker statt Kristallzucker sorgt zusätzlich für eine feine Struktur. Die größte Herausforderung beim Spritzgebäck ist das Spritzen selbst. Der Teig muss weich genug sein, um durch die Tülle zu gehen, darf aber nicht zerlaufen. Der Schlüssel ist zimmerwarme Butter. Ist der Teig zu kalt, lässt er sich kaum spritzen – dann hilft es, ihn kurz stehen zu lassen, statt Flüssigkeit zuzugeben. Wer keinen Spritzbeutel mag, kann einen Fleischwolf mit Spritzgebäckaufsatz verwenden, wie es früher üblich war. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 40 Stück. In einer Blechdose bleibt das Gebäck wochenlang frisch und eignet sich gut zum Verschenken.

⏱ 75 Min.Mittel
Illustration: weiße und rosa Kokoskugeln auf einem Teller

Desserts

Himbeer-Frischkäse-Kokoskugeln mit weißer Schokolade

Diese Himbeer-Frischkäse-Kokoskugeln sind kleine Schneebälle mit fruchtigem Kern. Eine cremige Masse aus geschmolzener weißer Schokolade, Frischkäse und Kokosraspeln umhüllt jeweils eine ganze Himbeere. In Kokos gewälzt und gut gekühlt, entsteht ein zartes Konfekt, das an bekannte Kokospralinen erinnert – nur frischer und mit einer feinen Säure von der Beere. Der Backofen bleibt dabei aus. Die weiße Schokolade sorgt dafür, dass die Masse nach dem Kühlen fest genug zum Formen wird, und bringt eine milde Süße mit. Der Frischkäse macht die Kugeln cremig und verhindert, dass sie zu mächtig wirken. Wichtig ist der Umgang mit den Himbeeren. Frische Beeren sollten nur vorsichtig abgetupft werden, denn Feuchtigkeit färbt die helle Hülle rosa und macht sie locker. Tiefgekühlte Himbeeren eignen sich weniger, weil sie beim Auftauen Saft verlieren. Die Kugeln sind ideal für die Adventszeit, als Mitbringsel oder als süßer Abschluss nach einem festlichen Essen. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 18 Stück. Da sie Frischkäse enthalten, werden sie im Kühlschrank aufbewahrt und schmecken gut gekühlt am besten.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: goldbraune Blätterteigschnecken auf einem Teller

Brot & Gebäck

Blätterteig-Räucherlachsröllchen mit Dill-Frischkäse

An einem kalten Dezemberabend oder auf dem Silvesterbuffet dürfen kleine Köstlichkeiten großzügig auf den Tisch kommen. Diese Blätterteig-Räucherlachsröllchen sind schnell gemacht und sehen dabei richtig festlich aus. Blätterteig wird dünn mit Dill-Frischkäse bestrichen, mit Räucherlachs belegt, aufgerollt und in Scheiben geschnitten. Im Ofen entstehen goldbraune Spiralen mit zarter, aromatischer Füllung. Gute Aromen brauchen keine aufwendige Dekoration. Der milde Frischkäse, der salzige Räucherlachs und frischer Dill sind eine bewährte Kombination, die fast jedem schmeckt. Wer mag, gibt etwas Zitronenabrieb in die Creme – das macht die Füllung noch frischer. Damit die Spiralen sauber bleiben, gibt es einen einfachen Trick: Die Rolle vor dem Schneiden 15 Minuten kühlen. Der Teig wird fester, lässt sich mit einem scharfen Messer glatt schneiden und behält seine Form. Außerdem sollte die Frischkäseschicht dünn bleiben, damit beim Backen nichts herausläuft. Aus einer Rolle Blätterteig entstehen etwa 16 Röllchen. Sie schmecken warm und kalt und lassen sich gut vorbereiten – ideal, wenn Gäste kommen und man den Abend nicht in der Küche verbringen möchte.

⏱ 55 Min.Einfach
Illustration: Teller mit runden Plätzchen mit Schokoladenüberzug

Kuchen & Torten

Ischler Törtchen – Nussplätzchen mit Marmelade und Schokolade

Für eine ruhige Kaffeepause im Dezember braucht es keine große Dekoration: Ischler Törtchen stehen auf einem einfachen Teller ganz für sich. Das Gebäck stammt ursprünglich aus Bad Ischl im Salzkammergut und gehört in Österreich und Süddeutschland zu den Klassikern der Weihnachtsbäckerei. Zwei zarte Haselnusskekse werden mit Johannisbeermarmelade zusammengesetzt, zur Hälfte in Zartbitterschokolade getaucht und mit einer Walnusshälfte gekrönt. Der Mürbeteig mit gemahlenen Haselnüssen ist besonders zart und leicht brüchig. Deshalb muss er nach dem Kneten mindestens 30 Minuten kühlen. Kalter Teig lässt sich gut ausrollen und ausstechen, und die Kreise behalten beim Backen ihre Form. Die Johannisbeermarmelade bringt eine feine Säure, die gut zur Schokolade und den Nüssen passt. Wichtig: Nur vollständig ausgekühlte Kekse füllen. Auf warmen Keksen wird die Marmelade dünn, läuft heraus, und die Schokolade setzt schlecht an. Ischler Törtchen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchziehen. Dann wird der Mürbeteig durch die Marmelade etwas weicher und alle Aromen verbinden sich. Damit eignen sie sich gut zum Vorbacken für die Feiertage.

⏱ 120 Min.Mittel
Illustration: Teller mit Spaghetti, Garnelen und Kräutern

Hauptgerichte

Garnelen-Spaghetti in Knoblauchrahm – cremig in 25 Minuten

Wenn es draußen früh dunkel wird, passt ein Teller dampfende Pasta aus der eigenen Küche besonders gut. Diese Garnelen-Spaghetti in Knoblauchrahm stehen in etwa 25 Minuten auf dem Tisch und schmecken trotzdem nach einem besonderen Abendessen. Saftige Garnelen, eine cremige Sahnesoße mit Knoblauch und Parmesan sowie frische Petersilie – mehr braucht es nicht. Das Gericht gelingt mit einer einfachen Reihenfolge: Während die Spaghetti kochen, werden die Garnelen kurz gebraten und herausgenommen. Im selben Topf entsteht aus Knoblauch und Sahne die Soße, die leicht einkochen darf. Zum Schluss werden Parmesan, Garnelen und Nudeln zusammengeführt und mit etwas Nudelwasser cremig gezogen. Das stärkehaltige Nudelwasser ist dabei das kleine Geheimnis. Es verbindet Sahne und Käse zu einer glatten Soße, die an jeder Nudel haftet. Den Parmesan erst einrühren, wenn die Soße nicht mehr sprudelnd kocht, sonst kann er klumpen. Die Menge reicht für zwei hungrige oder drei normale Portionen. Ich würde großzügig und schlicht servieren: direkt aus der Pfanne, mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas extra Parmesan am Tisch.

⏱ 25 Min.Einfach
Illustration: runder goldbrauner Blätterteigkranz mit Füllung

Kuchen & Torten

Kirsch-Frischkäse-Kranz aus Blätterteig – festlich und einfach

An einem kalten Dezemberabend darf etwas Süßes großzügig auf den Tisch kommen – und dieser Kirsch-Frischkäse-Kranz sieht dabei aus, als hätte er viel Arbeit gemacht. Tatsächlich besteht er aus nur fünf Zutaten: Blätterteig, Frischkäse, Zucker, Kirschen und einem Ei zum Bestreichen. Die Teigdreiecke werden sternförmig angeordnet, die Füllung kommt ringförmig darauf, und die Spitzen werden über die Füllung geklappt. Im Ofen entsteht so ein goldbrauner Kranz, bei dem zwischen den knusprigen Teigbögen die rote Kirschfüllung und die helle Creme hervorschauen. Gute Aromen brauchen keine aufwendige Dekoration – ein wenig Puderzucker genügt völlig. Der wichtigste Punkt sind gut abgetropfte Kirschen. Saft aus dem Glas macht die Teigmitte weich und lässt den Blätterteig dort nicht richtig aufgehen. Deshalb die Kirschen lange abtropfen lassen und vor dem Auflegen trocken tupfen. Wer ganz sichergehen will, wälzt sie kurz in etwas Speisestärke. Der Kranz ist ideal für die Adventskaffeetafel, den Brunch am Wochenende oder als Mitbringsel. Er schmeckt lauwarm besonders gut, wenn die Creme noch weich ist, lässt sich aber auch gut einige Stunden vorher backen.

⏱ 60 Min.Einfach
Illustration: runder goldgelber Käsekuchen

Kuchen & Torten

Käsekuchen ohne Boden – cremig mit Vanillepudding

An einem kalten Nachmittag macht ein Stück Käsekuchen aus der eigenen Küche die Kaffeetafel gemütlich. Dieser Käsekuchen ohne Boden ist besonders unkompliziert: Es gibt keinen Mürbeteig, der ausgerollt oder vorgebacken werden muss. Quark, Eier, Zucker, Vanillepuddingpulver und etwas Zitronenabrieb werden einfach glatt gerührt und in die gefettete Form gegossen. Das Puddingpulver sorgt dafür, dass die Masse beim Backen gut bindet und der Kuchen eine cremige, fast puddingartige Konsistenz bekommt. Der Zitronenabrieb bringt Frische und hebt den milden Quarkgeschmack. Serviert wird der Kuchen am besten schlicht mit etwas Puderzucker, damit der helle Anschnitt sichtbar bleibt. Wichtig ist das langsame Abkühlen. Ein Käsekuchen reagiert empfindlich auf Temperaturschocks: Holt man ihn direkt aus dem heißen Ofen, fällt er stark zusammen und kann Risse bekommen. Deshalb bleibt er nach dem Backen noch 20 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür im Ofen. Ebenso wichtig ist Geduld beim Anschneiden. Erst beim vollständigen Abkühlen festigt sich die Mitte. Am besten bäckt man den Kuchen einige Stunden vorher oder sogar am Vortag – dann schmeckt er besonders gut.

⏱ 95 Min.Einfach