Käsekuchen ohne Boden – cremig mit Vanillepudding

An einem kalten Nachmittag macht ein Stück Käsekuchen aus der eigenen Küche die Kaffeetafel gemütlich. Dieser Käsekuchen ohne Boden ist besonders unkompliziert: Es gibt keinen Mürbeteig, der ausgerollt oder vorgebacken werden muss. Quark, Eier, Zucker, Vanillepuddingpulver und etwas Zitronenabrieb werden einfach glatt gerührt und in die gefettete Form gegossen. Das Puddingpulver sorgt dafür, dass die Masse beim Backen gut bindet und der Kuchen eine cremige, fast puddingartige Konsistenz bekommt. Der Zitronenabrieb bringt Frische und hebt den milden Quarkgeschmack. Serviert wird der Kuchen am besten schlicht mit etwas Puderzucker, damit der helle Anschnitt sichtbar bleibt. Wichtig ist das langsame Abkühlen. Ein Käsekuchen reagiert empfindlich auf Temperaturschocks: Holt man ihn direkt aus dem heißen Ofen, fällt er stark zusammen und kann Risse bekommen. Deshalb bleibt er nach dem Backen noch 20 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür im Ofen. Ebenso wichtig ist Geduld beim Anschneiden. Erst beim vollständigen Abkühlen festigt sich die Mitte. Am besten bäckt man den Kuchen einige Stunden vorher oder sogar am Vortag – dann schmeckt er besonders gut.

Illustration: runder goldgelber Käsekuchen
Zubereitungszeit
15 Min.
Koch-/Backzeit
60 Min.
Gesamtzeit
95 Min.
Portionen
12
Schwierigkeitsgrad
Einfach

Zutaten für 12 Portionen

Für 1 Springform (26 cm)

  • Magerquark oder Quark 20 % Fett750 g
  • Eier (Größe M)3
  • Zucker100 g
  • Vanillepuddingpulver (zum Kochen)1 Pck.
  • Abrieb einer Bio-Zitrone1 TL
  • Butter für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Vorbereiten

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform gründlich mit Butter fetten. Den Quark in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

  2. Masse anrühren

    Quark, Eier, Zucker, Puddingpulver und Zitronenabrieb in einer Schüssel mit dem Schneebesen oder Handrührgerät auf niedriger Stufe glatt rühren. Nicht zu lange schlagen, damit nicht zu viel Luft in die Masse kommt.

  3. Einfüllen

    Die Masse in die vorbereitete Form gießen und die Oberfläche glatt streichen. Die Form einmal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luftblasen aufsteigen.

  4. Backen

    Den Kuchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 55 bis 65 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und die Mitte nur noch leicht wackelt.

  5. Langsam abkühlen

    Den Ofen ausschalten und die Tür einen Spalt öffnen, zum Beispiel mit einem Holzlöffel. Den Kuchen 20 Minuten darin abkühlen lassen.

  6. Auskühlen und servieren

    Den Kuchen in der Form vollständig auskühlen lassen, dann den Rand lösen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Tipps & typische Fehler

  • Nicht zu früh anschneiden: Erst beim Abkühlen festigt sich die Mitte und die Stücke lassen sich sauber lösen.
  • Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, dann verbindet sich die Masse besser.
  • Mit einem Messer, das zwischen den Schnitten in heißes Wasser getaucht wird, werden die Stücke besonders sauber.
  • Reißt die Oberfläche trotzdem, einfach mit Puderzucker oder Früchten kaschieren.

Varianten

  • Mit Früchten: 200 g Kirschen oder Blaubeeren unter die Masse heben.
  • Mit Rosinen: Eine Handvoll in Rum oder Saft eingeweichte Rosinen untermischen.
  • Schokoladig: Ein Drittel der Masse mit 2 EL Kakao verrühren und marmorieren.
  • Mit Mandarinen: Abgetropfte Mandarinen aus der Dose auf die Masse legen.

Aufbewahrung & Aufwärmen

Abgedeckt hält der Käsekuchen im Kühlschrank 3 bis 4 Tage und wird durch das Durchziehen sogar noch cremiger. Einzelne Stücke lassen sich gut einfrieren und langsam im Kühlschrank auftauen.

Passt gut dazu

  • Frisch gebrühter Kaffee
  • Kirschkompott oder Beerensoße
  • Schlagsahne
  • Früchtetee

Allergenhinweis

Dieses Rezept kann laut den verwendeten Zutaten folgende Allergene enthalten: Milch, Ei. Bitte prüfe im Zweifel die Etiketten der von dir verwendeten Produkte — insbesondere bei Lebensmittelallergien.

Einfache Formatierung möglich (Markdown: **fett**, *kursiv*, Links). HTML wird automatisch entfernt.

Noch keine Kommentare — sei die erste Person, die etwas schreibt!

Illustration: runder Obstkuchen

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln – aus der Springform

Zwetschgen, Zimt und Butterstreusel – im Spätsommer und Herbst gibt es kaum einen besseren Kuchen. Hier passt er in eine Springform. Der Boden bekommt Vanillepuddingpulver. Das Puddingpulver macht den Rührteig besonders zart und gibt ihm ein feines Vanillearoma. Darauf liegen halbierte, entsteinte Zwetschgen dicht an dicht. Die Streuseldecke aus Mehl, Butter, Zucker und reichlich Zimt wird beim Backen goldbraun und knusprig, während die Früchte darunter saftig schmoren. Die Zwetschgen kommen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig. So bleibt der Saft in den Fruchthälften und läuft nicht in den Boden, der sonst matschig würde. Wer im Winter backt, greift zu tiefgefrorenen Zwetschgen – sie werden gefroren aufgelegt. Lauwarm mit Schlagsahne serviert ist der Kuchen am besten. Er hält sich aber auch zwei bis drei Tage frisch.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Plätzchen

Orangensterne mit Vanille – fruchtige Butterplätzchen mit Glasur

Orangenduft gehört zum Advent wie Kerzenschein. Diese Sterne tragen ihn im Teig und in der Glasur. Vanille rundet das Aroma ab. Frisch abgeriebene Orangenschale steckt voller ätherischer Öle und gibt dem Mürbeteig ein intensives, natürliches Aroma. Nach dem Backen bekommen die Sterne eine dünne Glasur aus Puderzucker und Orangensaft, die leicht säuerlich schmeckt und die Kekse glänzen lässt. Beim Abreiben ist Sorgfalt gefragt: Nur die orangefarbene Schicht verwenden. Die weiße Haut darunter ist bitter und überträgt diesen Geschmack auf das Gebäck. Eine feine Reibe oder ein Zestenreißer sind ideal. Unbehandelte Bio-Orangen sind Pflicht, da die Schale mitgegessen wird. Rund 30 Sterne ergeben die Menge. Sie passen hervorragend neben schokoladige Plätzchen und bringen Frische auf den Teller.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: Teller mit verschiedenen Keksen

Fünf Plätzchen aus einem Teig – Vielfalt für die Keksdose

Fünf verschiedene Sorten, aber nur einmal kneten: Dieser Trick spart in der Adventszeit Stunden. Ein großer Mürbeteig wird einfach geteilt. Am Ende steht ein bunter Teller mit rund 60 Keksen. Aus der ersten Portion werden klassische Ausstecher, die zweite bekommt Marmeladenfenster, die dritte wird zu Talern mit Schokoladenüberzug. Portion vier wird in Kokosraspeln gewälzt, Portion fünf mit gehackten Nüssen gekrönt. So entsteht Abwechslung in Form, Farbe und Geschmack – ohne fünf Rezepte abzuarbeiten. Weil alle Sorten zusammen gebacken werden, sollten sie ungefähr gleich dick sein. Dünne Formen werden sonst schneller dunkel als dicke Taler. Wer unterschiedliche Stärken möchte, backt die Bleche getrennt und behält die Farbe im Blick. Der Teig lässt sich gut vorbereiten und bis zu drei Tage im Kühlschrank lagern. Verziert wird erst, wenn die Kekse vollständig kalt sind.

⏱ 120 Min.Mittel
Illustration: Teller mit gefüllten Keksen

Eierlikör-Sterne mit Cremefüllung – gefüllte Weihnachtskekse

Eierlikör gehört für viele zur Adventszeit dazu – hier steckt er in einer zarten Creme zwischen zwei Sternen. Ein Plätzchen für Erwachsene. Die Füllung kommt erst kurz vor dem Servieren hinein. Die Sterne bestehen aus einem schlichten, buttrigen Mürbeteig. Erst die Füllung macht sie besonders: Frischkäse, Eierlikör und Puderzucker werden zu einer glatten, leicht vanilligen Creme gerührt. Zwischen zwei Sternen ergibt das ein kleines Törtchen mit samtigem Kern. Weil die Creme Feuchtigkeit abgibt, weichen die Kekse mit der Zeit durch. Deshalb werden sie nur sparsam gefüllt und erst kurz vor dem Servieren zusammengesetzt. Die ungefüllten Sterne halten in der Dose wochenlang, die Creme lässt sich im Kühlschrank einige Tage vorbereiten. Durch den Alkohol und den Frischkäse gehören die fertigen Doppelkekse in den Kühlschrank und sind nichts für Kinderhände. Für die Kleinen lässt sich ein Teil der Creme mit Vanillepudding statt Likör anrühren.

⏱ 100 Min.Mittel