Ischler Törtchen – Nussplätzchen mit Marmelade und Schokolade

Für eine ruhige Kaffeepause im Dezember braucht es keine große Dekoration: Ischler Törtchen stehen auf einem einfachen Teller ganz für sich. Das Gebäck stammt ursprünglich aus Bad Ischl im Salzkammergut und gehört in Österreich und Süddeutschland zu den Klassikern der Weihnachtsbäckerei. Zwei zarte Haselnusskekse werden mit Johannisbeermarmelade zusammengesetzt, zur Hälfte in Zartbitterschokolade getaucht und mit einer Walnusshälfte gekrönt. Der Mürbeteig mit gemahlenen Haselnüssen ist besonders zart und leicht brüchig. Deshalb muss er nach dem Kneten mindestens 30 Minuten kühlen. Kalter Teig lässt sich gut ausrollen und ausstechen, und die Kreise behalten beim Backen ihre Form. Die Johannisbeermarmelade bringt eine feine Säure, die gut zur Schokolade und den Nüssen passt. Wichtig: Nur vollständig ausgekühlte Kekse füllen. Auf warmen Keksen wird die Marmelade dünn, läuft heraus, und die Schokolade setzt schlecht an. Ischler Törtchen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchziehen. Dann wird der Mürbeteig durch die Marmelade etwas weicher und alle Aromen verbinden sich. Damit eignen sie sich gut zum Vorbacken für die Feiertage.

Illustration: Teller mit runden Plätzchen mit Schokoladenüberzug
Zubereitungszeit
60 Min.
Koch-/Backzeit
12 Min.
Gesamtzeit
120 Min.
Portionen
24
Schwierigkeitsgrad
Mittel

Zutaten für 24 Portionen

Für den Mürbeteig

  • Weizenmehl (Type 405)250 g
  • kalte Butter in Würfeln150 g
  • Puderzucker80 g
  • gemahlene Haselnüsse100 g
  • Ei (Größe M)1

Zum Füllen und Verzieren

  • Johannisbeermarmelade (glatt gerührt)150 g
  • Zartbitterschokolade150 g
  • Walnusshälften24

Zubereitung

  1. Teig kneten

    Mehl, kalte Butter, Puderzucker, Haselnüsse und Ei rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Zu einer flachen Scheibe formen, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen.

  2. Ausrollen und ausstechen

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig zwischen Backpapier etwa 3 mm dick ausrollen und Kreise (ca. 5 cm) ausstechen. Die Anzahl sollte gerade sein.

  3. Backen

    Die Kreise auf mit Backpapier belegte Bleche legen und 10 bis 12 Minuten hell backen. Auf dem Blech kurz ruhen lassen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

  4. Füllen

    Die Marmelade glatt rühren. Die Hälfte der Kekse auf der Unterseite mit Marmelade bestreichen und jeweils einen zweiten Keks daraufsetzen.

  5. In Schokolade tauchen

    Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Die Oberseite der Törtchen hineintauchen und abtropfen lassen.

  6. Verzieren

    Sofort eine Walnusshälfte auf jede Schokoladenseite setzen und die Törtchen auf Backpapier fest werden lassen.

Tipps & typische Fehler

  • Nur kalte Kekse füllen – auf warmen Keksen wird die Marmelade dünn und die Schokolade setzt schlecht an.
  • Den Teig zügig kneten, damit die Butter nicht zu warm wird.
  • Die Kekse nur hell backen; zu dunkle Ischler werden hart.
  • Etwas Kokosfett in der Schokolade macht den Überzug glänzender.

Varianten

  • Mit Mandeln: Gemahlene Mandeln statt Haselnüssen verwenden.
  • Mit Himbeermarmelade: Für eine fruchtigere Füllung Himbeer- statt Johannisbeermarmelade nehmen.
  • Mit Nougat: Statt Marmelade weiches Nussnougat einstreichen.
  • Ohne Walnuss: Mit gehackten Pistazien bestreuen.

Aufbewahrung & Aufwärmen

In einer Blechdose an einem kühlen Ort halten Ischler Törtchen 2 bis 3 Wochen. Zwischen die Lagen Backpapier legen. Nach ein bis zwei Tagen sind sie am besten, weil der Teig durchgezogen ist.

Passt gut dazu

  • Kaffee oder Wiener Melange
  • Schwarzer Tee
  • Ein Glas Dessertwein
  • Heiße Schokolade

Allergenhinweis

Dieses Rezept kann laut den verwendeten Zutaten folgende Allergene enthalten: Gluten (Weizen), Ei, Milch, Schalenfrüchte (Haselnüsse, Walnüsse), Kann Spuren von Soja enthalten. Bitte prüfe im Zweifel die Etiketten der von dir verwendeten Produkte — insbesondere bei Lebensmittelallergien.

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Illustration: runder Obstkuchen

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln – aus der Springform

Zwetschgen, Zimt und Butterstreusel – im Spätsommer und Herbst gibt es kaum einen besseren Kuchen. Hier passt er in eine Springform. Der Boden bekommt Vanillepuddingpulver. Das Puddingpulver macht den Rührteig besonders zart und gibt ihm ein feines Vanillearoma. Darauf liegen halbierte, entsteinte Zwetschgen dicht an dicht. Die Streuseldecke aus Mehl, Butter, Zucker und reichlich Zimt wird beim Backen goldbraun und knusprig, während die Früchte darunter saftig schmoren. Die Zwetschgen kommen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig. So bleibt der Saft in den Fruchthälften und läuft nicht in den Boden, der sonst matschig würde. Wer im Winter backt, greift zu tiefgefrorenen Zwetschgen – sie werden gefroren aufgelegt. Lauwarm mit Schlagsahne serviert ist der Kuchen am besten. Er hält sich aber auch zwei bis drei Tage frisch.

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Illustration: Teller mit Plätzchen

Orangensterne mit Vanille – fruchtige Butterplätzchen mit Glasur

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Illustration: Teller mit gefüllten Keksen

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