Kuchen & Torten

Klassische deutsche Kuchen und Torten zum Nachbacken.

Illustration: goldbrauner Kastenkuchen

Kuchen & Torten

Quark-Kirschkuchen aus der Kastenform – saftig und fruchtig

Zwei kleine Kastenkuchen aus einem Teig – einer für heute, einer für später. Quark und Kirschen machen sie besonders saftig. Ideal zum Teilen oder Einfrieren. Der Teig verbindet Butter, Zucker und fünf Eier mit einer großzügigen Portion Quark. Dadurch wird die Krume feucht und leicht, fast wie bei einem Käsekuchen, bleibt aber schnittfest. Die Kirschen bringen fruchtige Säure und rote Tupfen in jede Scheibe. Damit die Früchte nicht nach unten wandern, müssen sie gut abtropfen und leicht mit Mehl bestäubt werden. Das Mehl bindet die Restfeuchtigkeit und gibt den Kirschen Halt im Teig. Am Ende werden sie nur noch behutsam untergehoben. Kleine Kastenformen haben einen Vorteil: Die Kuchen backen gleichmäßiger durch als ein großer Laib. Einer wird angeschnitten, der andere wandert gut verpackt in den Gefrierschrank oder als Geschenk zu Freunden.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: runder Kuchen mit Zuckerguss

Kuchen & Torten

Quark-Rührkuchen – locker, saftig und einfach gerührt

Ein Löffel Quark kann einen einfachen Rührkuchen verwandeln. Er macht die Krume feucht, zart und angenehm mild. Dieser Kuchen ist ein vielseitiges Grundrezept. Quark bringt Eiweiß und Feuchtigkeit in den Teig, ohne ihn schwer zu machen. Das Ergebnis ist ein Rührkuchen, der saftiger bleibt als ein klassischer Sandkuchen und sich mehrere Tage frisch hält. Vanille unterstreicht die milde Note, ein Hauch Zitrone passt ebenfalls hervorragend. Damit die Masse glatt bleibt, sollten Quark und Eier Zimmertemperatur haben. Kalte Zutaten lassen die geschlagene Butter wieder fest werden – die Masse sieht dann grießig oder geronnen aus. Passiert es trotzdem, hilft ein Löffel Mehl. Der Kuchen kommt pur auf den Tisch oder dient als Basis für Varianten mit Früchten, Schokolade oder Nüssen. In der Springform gebacken lässt er sich leicht portionieren.

⏱ 100 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Plätzchen

Kuchen & Torten

Pistaziensternchen mit Zimtglasur – grüne Weihnachtsplätzchen

Grüne Pistazien machen diese Sternchen zu einem farbigen Akzent in der Keksdose. Ein Hauch Zimt in der Glasur sorgt für Weihnachtsduft. Sie sind schnell gebacken und hübsch anzusehen. Gehackte Pistazien werden direkt in den Mürbeteig geknetet. Beim Ausstechen entstehen so Sterne mit kleinen grünen Sprenkeln. Nach dem Backen bekommen sie eine dünne Glasur aus Puderzucker, Zimt und Zitronensaft – süß, leicht säuerlich und würzig zugleich. Die Glasur darf erst auf die vollständig abgekühlten Sterne. Auf warmem Gebäck wird sie dünn, läuft ab und trocknet fleckig. Wer es besonders hübsch mag, streut auf die noch feuchte Glasur ein paar fein gehackte Pistazien. Ungesalzene, geschälte Pistazien sind am besten geeignet. Für eine intensivere grüne Farbe kann man sie vorher kurz blanchieren und die Häutchen abreiben.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: runder Kuchen mit Zuckerguss

Kuchen & Torten

Apfel-Zimt-Nusskuchen – saftiger Rührkuchen mit Walnüssen

Äpfel, Walnüsse und Zimt – mehr Herbst passt kaum in einen Kuchen. Er ist saftig, duftend und schnell gerührt. Eine Springform genügt. Der Teig ist ein klassischer Butterrührteig, in den gehackte Walnüsse, reichlich Zimt und kleine Apfelwürfel kommen. Beim Backen geben die Äpfel Feuchtigkeit ab und halten den Kuchen lange frisch; die Nüsse sorgen für Biss und ein leicht herbes Aroma. Die Größe der Apfelwürfel spielt eine Rolle. Zu große Stücke sinken auf den Boden und hinterlassen feuchte Taschen im Teig. Würfel von etwa einem Zentimeter verteilen sich dagegen gleichmäßig. Säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar bringen Frische. Mit etwas Puderzucker bestäubt ist der Kuchen ein unkomplizierter Begleiter für Kaffee und Tee. Lauwarm mit einem Klecks Sahne schmeckt er wie ein kleines Dessert.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Doppelkeksen

Kuchen & Torten

Spitzbuben mit roter Marmelade – Plätzchen nach Omas Art

Spitzbuben sind in Süddeutschland und der Schweiz ein Muss auf dem Plätzchenteller. Der Name klingt frech, das Gebäck ist zart. Rote Marmelade schaut keck aus einem kleinen Fenster. Im Unterschied zu Linzer Plätzchen wird der Teig hier mit Puderzucker statt Kristallzucker geknetet und kommt ohne Zimt aus. Dadurch wird er besonders fein und hell und zergeht förmlich auf der Zunge. Gefüllt wird klassisch mit Johannisbeergelee, Himbeer- oder Erdbeermarmelade. Saubere Fenster gelingen mit kaltem Teig. Wird er warm, verziehen sich die Ausstechformen und die Ränder werden unscharf. Deshalb den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank holen. Genauso wichtig: Die gebackenen Kekse ganz auskühlen lassen, bevor die Marmelade dazukommt. Etwa 25 Doppelkekse entstehen aus der Menge. Ein paar Tage in der Dose machen sie mürber – die Geduld lohnt sich.

⏱ 100 Min.Mittel
Illustration: Teller mit gefüllten Plätzchen

Kuchen & Torten

Linzer Plätzchen mit Himbeermarmelade – klassisch und zart

Linzer Plätzchen gehören zu den schönsten Klassikern der Weihnachtsbäckerei. Durch ein kleines Fenster leuchtet die rote Marmelade. Sie sind mit der Linzer Torte aus Österreich verwandt. Ein zarter Mürbeteig mit einem Hauch Zimt wird ausgerollt und zu gleich vielen Böden und Deckeln ausgestochen. In die Deckel wird ein kleines Loch oder eine Form gestochen. Nach dem Backen werden die Böden mit Himbeermarmelade bestrichen, die mit Puderzucker bestäubten Deckel daraufgesetzt – und fertig sind die Doppelkekse. Damit die Füllung nicht verrutscht, kommt die Marmelade erst auf vollständig kalte Böden. Auf warmen Keksen wird sie flüssig und läuft beim Zusammensetzen heraus. Die Deckel werden vor dem Aufsetzen bestäubt, so bleibt die Marmelade im Fenster schön leuchtend. Aus dem Teig entstehen etwa 25 Doppelkekse. Am besten schmecken sie nach ein bis zwei Tagen, wenn der Mürbeteig durch die Marmelade etwas weicher geworden ist.

⏱ 100 Min.Mittel
Illustration: Teller mit runden Keksen

Kuchen & Torten

Haferflocken-Plätzchen mit Zimt – knusprig und schnell

Haferflocken-Plätzchen sind schnelle Kekse ohne Ausrollen und Ausstechen. Mit zwei Löffeln werden sie einfach aufs Blech gesetzt. Zimt gibt ihnen ein warmes, weihnachtliches Aroma. Die Haferflocken machen die Plätzchen herrlich knusprig und geben ihnen einen leicht nussigen Geschmack. Zusammen mit Butter, Zucker und einem Ei entsteht ein Teig, der beim Backen etwas auseinanderläuft und dabei goldbraune, krosse Ränder bildet. In der Mitte bleiben die Kekse leicht weich. Ein Tipp für die Praxis: Die Plätzchen kurz auf dem Blech ruhen lassen, bevor sie heruntergenommen werden. Heiß sind sie noch weich und brechen leicht. Erst beim Abkühlen werden sie fest und knusprig. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 30 Stück. Haferflocken-Plätzchen sind nicht nur zu Weihnachten beliebt, sondern auch ein einfacher Keks für die Kaffeepause oder die Brotdose.

⏱ 40 Min.Einfach
Illustration: runde Gebäckstücke mit Streuseln auf einem Teller

Kuchen & Torten

Streuseltaler – wie vom Bäcker mit dicken Butterstreuseln

Streuseltaler gehören zu den Klassikern in der Auslage jeder Bäckerei. Ein weicher, leicht kuchenartiger Boden wird dick mit buttrigen Streuseln belegt und goldgelb gebacken. Mit diesem Rezept gelingen sie ganz einfach zu Hause – ohne Hefe und ohne lange Wartezeit. Der Boden besteht aus einem schnellen Rührteig mit Butter, Zucker, Eiern, Mehl und Backpulver. Er wird zu kleinen Talern geformt, die beim Backen schön aufgehen. Für die Streusel werden das restliche Mehl, Butter, Zucker und Vanille zwischen den Fingern zu groben Krümeln verrieben. Das Geheimnis guter Streusel ist die Temperatur. Die Butter sollte kalt sein und die Streusel bis zum Auflegen im Kühlschrank bleiben. So behalten sie beim Backen ihre krümelige Struktur, statt zu einer glatten Schicht zu zerlaufen. Beim Auflegen nur leicht andrücken. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 12 Streuseltaler. Wer mag, bestreicht den Boden vor dem Belegen mit etwas Pudding oder Marmelade oder bestäubt die fertigen Taler mit Puderzucker – ganz wie beim Bäcker.

⏱ 50 Min.Einfach
Illustration: runder Käsekuchen auf einer Platte

Kuchen & Torten

Käsekuchen aus aller Welt – 9 Sorten im Überblick

Käsekuchen gibt es fast überall auf der Welt – und doch schmeckt er in jedem Land anders. Mal wird er mit Quark gebacken, mal mit Frischkäse, mal mit Ricotta oder frischem Ziegenkäse. Manche Sorten haben einen knusprigen Keksboden, andere gar keinen. Einige werden bei hoher Hitze dunkel gebacken, andere im Wasserbad sanft gegart. Diese Übersicht stellt neun Käsekuchenstile vor, die sich besonders für die Winterküche eignen: vom cremigen San-Sebastián-Käsekuchen über den polnischen Sernik und den New York Cheesecake bis zum luftigen japanischen Soufflé-Käsekuchen. Dazu kommen der rustikale Country-Style Cheesecake, die korsische Fiaddone, der schwedische Ostkaka, die österreichische Topfentorte und natürlich der deutsche Käsekuchen. Wichtig vorab: Jede dieser Varianten braucht ihre eigene Zutatenliste und ihre eigene Backführung. Diese Übersicht ist deshalb kein gemeinsames Grundrezept. Wer eine Sorte nachbacken möchte, sollte Teig, Käsesorte und Temperatur nicht einfach mit einer anderen austauschen – sonst wird aus dem cremigen New York Cheesecake schnell ein trockener Kuchen. Die folgende Zutatenliste zeigt die typischen Hauptzutaten, die Schritte beschreiben die Besonderheiten der einzelnen Sorten.

⏱ 120 Min.Einfach
Illustration: Teller mit runden Plätzchen

Kuchen & Torten

Marmeladen-Kokos-Plätzchen – Engelsaugen mit Kokos

Diese Marmeladen-Kokos-Plätzchen sind eine Variante der beliebten Engelsaugen, auch Husarenkrapfen genannt. Ein zarter Mürbeteig mit Kokosraspeln wird zu kleinen Kugeln geformt, mit einer Mulde versehen und mit Marmelade gefüllt. Beim Backen wird die Marmelade leicht fest und glänzt wie ein kleines Juwel in der Mitte. Die Kokosraspel geben dem Teig ein feines Aroma und eine leicht knusprige Struktur. Zusammen mit einer fruchtigen Marmelade – etwa Johannisbeere, Himbeere oder Aprikose – entsteht ein Plätzchen, das nicht zu süß ist und auf jedem Teller farbige Akzente setzt. Der Teig muss nach dem Kneten 30 Minuten kühlen, damit sich die Kugeln gut formen lassen und beim Backen ihre Form behalten. Die Mulde drückt man am einfachsten mit dem Stiel eines Kochlöffels ein. Dabei gilt: Marmelade sparsam einfüllen. Zu volle Mulden laufen beim Backen über und die Marmelade brennt auf dem Blech an. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 30 Plätzchen. Sie lassen sich gut vorbereiten und halten in einer Blechdose mehrere Wochen.

⏱ 75 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Butterplätzchen

Kuchen & Torten

Butterplätzchen aus einem Teig – viele Sorten, ein Grundrezept

Mit diesem Grundrezept für Butterplätzchen entsteht aus einem einzigen Teig ein ganzer, bunter Plätzchenteller. Der klassische Mürbeteig aus Mehl, kalter Butter, Zucker, Ei und Vanille lässt sich in alle möglichen Formen ausstechen. Nach dem Backen werden die Plätzchen ganz unterschiedlich verziert: mit Marmelade gefüllt, in Schokolade getaucht oder einfach so gelassen. Gerade in der Adventszeit spart das viel Arbeit. Statt mehrere Teige herzustellen, wird nur einmal geknetet. Die Abwechslung entsteht durch Ausstecher und Verzierung. Kinder haben dabei besonders viel Spaß. Für das Gelingen ist die Temperatur entscheidend. Mürbeteig muss kalt sein, damit er sich gut ausrollen lässt und beim Backen seine Form behält. Deshalb wird der Teig nach dem Kneten 30 Minuten gekühlt und dann portionsweise aus dem Kühlschrank genommen. Warmer Teig klebt, reißt und verläuft im Ofen. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 50 Plätzchen, je nach Größe der Ausstecher. Die Butterplätzchen sind in einer Blechdose mehrere Wochen haltbar und eignen sich gut zum Verschenken.

⏱ 100 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Butterplätzchen mit Schokolade

Kuchen & Torten

Schoko-Spritzgebäck – zarte Butterplätzchen mit Schokoladenspitze

Spritzgebäck gehört in vielen Familien zur Weihnachtsbäckerei wie der Duft von Butter und Vanille. Diese Variante mit Schokoladenspitze ist besonders beliebt: Der zarte Butterteig wird mit einer großen Sterntülle zu Streifen gespritzt, goldgelb gebacken und anschließend zur Hälfte in Zartbitterschokolade getaucht. Das Besondere an diesem Teig ist die Speisestärke. Sie ersetzt einen Teil des Mehls und macht das Gebäck besonders mürbe, sodass es auf der Zunge fast zerfällt. Puderzucker statt Kristallzucker sorgt zusätzlich für eine feine Struktur. Die größte Herausforderung beim Spritzgebäck ist das Spritzen selbst. Der Teig muss weich genug sein, um durch die Tülle zu gehen, darf aber nicht zerlaufen. Der Schlüssel ist zimmerwarme Butter. Ist der Teig zu kalt, lässt er sich kaum spritzen – dann hilft es, ihn kurz stehen zu lassen, statt Flüssigkeit zuzugeben. Wer keinen Spritzbeutel mag, kann einen Fleischwolf mit Spritzgebäckaufsatz verwenden, wie es früher üblich war. Aus der angegebenen Menge entstehen etwa 40 Stück. In einer Blechdose bleibt das Gebäck wochenlang frisch und eignet sich gut zum Verschenken.

⏱ 75 Min.Mittel