Spitzbuben mit roter Marmelade – Plätzchen nach Omas Art

Spitzbuben sind in Süddeutschland und der Schweiz ein Muss auf dem Plätzchenteller. Der Name klingt frech, das Gebäck ist zart. Rote Marmelade schaut keck aus einem kleinen Fenster. Im Unterschied zu Linzer Plätzchen wird der Teig hier mit Puderzucker statt Kristallzucker geknetet und kommt ohne Zimt aus. Dadurch wird er besonders fein und hell und zergeht förmlich auf der Zunge. Gefüllt wird klassisch mit Johannisbeergelee, Himbeer- oder Erdbeermarmelade. Saubere Fenster gelingen mit kaltem Teig. Wird er warm, verziehen sich die Ausstechformen und die Ränder werden unscharf. Deshalb den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank holen. Genauso wichtig: Die gebackenen Kekse ganz auskühlen lassen, bevor die Marmelade dazukommt. Etwa 25 Doppelkekse entstehen aus der Menge. Ein paar Tage in der Dose machen sie mürber – die Geduld lohnt sich.

Illustration: Teller mit Doppelkeksen
Zubereitungszeit
45 Min.
Koch-/Backzeit
10 Min.
Gesamtzeit
100 Min.
Portionen
25
Schwierigkeitsgrad
Mittel

Zutaten für 25 Portionen

Für den Teig

  • Weizenmehl (Type 405)300 g
  • kalte Butter200 g
  • Puderzucker100 g
  • Ei (Größe M)1
  • Salz1 Prise
  • Vanilleextrakt½ TL

Zum Füllen

  • rote Marmelade oder Johannisbeergelee150 g
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Teig kneten

    Mehl, kalte Butterwürfel, Puderzucker, Ei, Salz und Vanille zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Flach drücken und 30 Minuten kühlen.

  2. Ausrollen

    Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise zwischen Backpapier 2 bis 3 mm dünn ausrollen.

  3. Ausstechen

    Gleich viele Kreise und Deckel ausstechen; aus den Deckeln mit einer kleinen Form ein Fenster stechen.

  4. Backen

    8 bis 10 Minuten backen, bis die Ränder gerade Farbe nehmen. Vollständig auskühlen lassen.

  5. Füllen

    Die Marmelade kurz erwärmen und glatt rühren. Auf die Böden je einen Klecks geben.

  6. Zusammensetzen

    Die Deckel mit Puderzucker bestäuben und auf die Böden setzen.

Tipps & typische Fehler

  • Teig kalt ausrollen und die Kekse ganz auskühlen lassen – so bleiben die Fenster sauber.
  • Puderzucker macht den Teig feiner als Kristallzucker.
  • Johannisbeergelee hat kaum Kerne und glänzt besonders schön.
  • Die ausgestochenen Fenster als Mini-Plätzchen mitbacken.

Varianten

  • Mit Nüssen: Ein Drittel des Mehls durch gemahlene Mandeln ersetzen.
  • Mit Zitrone: Abrieb einer Bio-Zitrone in den Teig.
  • Bunt: Verschiedene Marmeladen für einen farbigen Teller.
  • Herzform: Für Valentinstag Herzen ausstechen.

Aufbewahrung & Aufwärmen

In der Blechdose halten Spitzbuben 3 Wochen. Lagen mit Backpapier trennen, damit nichts verklebt.

Passt gut dazu

  • Schwarztee
  • Kaffee
  • Kinderpunsch
  • Glühwein

Allergenhinweis

Dieses Rezept kann laut den verwendeten Zutaten folgende Allergene enthalten: Gluten (Weizen), Ei, Milch. Bitte prüfe im Zweifel die Etiketten der von dir verwendeten Produkte — insbesondere bei Lebensmittelallergien.

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Illustration: runder Obstkuchen

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln – aus der Springform

Zwetschgen, Zimt und Butterstreusel – im Spätsommer und Herbst gibt es kaum einen besseren Kuchen. Hier passt er in eine Springform. Der Boden bekommt Vanillepuddingpulver. Das Puddingpulver macht den Rührteig besonders zart und gibt ihm ein feines Vanillearoma. Darauf liegen halbierte, entsteinte Zwetschgen dicht an dicht. Die Streuseldecke aus Mehl, Butter, Zucker und reichlich Zimt wird beim Backen goldbraun und knusprig, während die Früchte darunter saftig schmoren. Die Zwetschgen kommen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig. So bleibt der Saft in den Fruchthälften und läuft nicht in den Boden, der sonst matschig würde. Wer im Winter backt, greift zu tiefgefrorenen Zwetschgen – sie werden gefroren aufgelegt. Lauwarm mit Schlagsahne serviert ist der Kuchen am besten. Er hält sich aber auch zwei bis drei Tage frisch.

⏱ 90 Min.Einfach
Illustration: Teller mit Plätzchen

Orangensterne mit Vanille – fruchtige Butterplätzchen mit Glasur

Orangenduft gehört zum Advent wie Kerzenschein. Diese Sterne tragen ihn im Teig und in der Glasur. Vanille rundet das Aroma ab. Frisch abgeriebene Orangenschale steckt voller ätherischer Öle und gibt dem Mürbeteig ein intensives, natürliches Aroma. Nach dem Backen bekommen die Sterne eine dünne Glasur aus Puderzucker und Orangensaft, die leicht säuerlich schmeckt und die Kekse glänzen lässt. Beim Abreiben ist Sorgfalt gefragt: Nur die orangefarbene Schicht verwenden. Die weiße Haut darunter ist bitter und überträgt diesen Geschmack auf das Gebäck. Eine feine Reibe oder ein Zestenreißer sind ideal. Unbehandelte Bio-Orangen sind Pflicht, da die Schale mitgegessen wird. Rund 30 Sterne ergeben die Menge. Sie passen hervorragend neben schokoladige Plätzchen und bringen Frische auf den Teller.

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Illustration: Teller mit verschiedenen Keksen

Fünf Plätzchen aus einem Teig – Vielfalt für die Keksdose

Fünf verschiedene Sorten, aber nur einmal kneten: Dieser Trick spart in der Adventszeit Stunden. Ein großer Mürbeteig wird einfach geteilt. Am Ende steht ein bunter Teller mit rund 60 Keksen. Aus der ersten Portion werden klassische Ausstecher, die zweite bekommt Marmeladenfenster, die dritte wird zu Talern mit Schokoladenüberzug. Portion vier wird in Kokosraspeln gewälzt, Portion fünf mit gehackten Nüssen gekrönt. So entsteht Abwechslung in Form, Farbe und Geschmack – ohne fünf Rezepte abzuarbeiten. Weil alle Sorten zusammen gebacken werden, sollten sie ungefähr gleich dick sein. Dünne Formen werden sonst schneller dunkel als dicke Taler. Wer unterschiedliche Stärken möchte, backt die Bleche getrennt und behält die Farbe im Blick. Der Teig lässt sich gut vorbereiten und bis zu drei Tage im Kühlschrank lagern. Verziert wird erst, wenn die Kekse vollständig kalt sind.

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Illustration: Teller mit gefüllten Keksen

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