Sechs Kräuterbutter-Varianten – aus einer Grundmenge Butter

Aus einer Grundmenge Butter lassen sich sechs ganz verschiedene Kräuterbutter machen. Jede Rolle schmeckt anders. Sie passen zu Brot, Fleisch, Fisch und Gemüse. Für jede Variante werden 125 Gramm weiche Butter verwendet. Die Varianten reichen vom Klassiker Knoblauch-Petersilie über frische Kombinationen wie Zitrone-Dill und Basilikum-Zitrone bis zu ungewöhnlicheren Sorten wie Chili-Honig, Schnittlauch-Miso mit geröstetem Sesam und Rosmarin mit Rauchsalz. So entsteht eine kleine Auswahl, die auf dem winterlichen Tisch, beim Raclette oder beim Grillen für Abwechslung sorgt. Das Wichtigste ist die Konsistenz der Butter. Sie soll weich, aber nicht geschmolzen sein. Geschmolzene Butter trennt sich in Fett und Wasser, und die Kräuter verteilen sich nicht mehr gleichmäßig. Deshalb die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Ebenso wichtig: Die Kräuter müssen nach dem Waschen gründlich trocken sein, sonst wird die Butter wässrig und hält kürzer. Zu Rollen geformt und gekühlt, lassen sich die Butter in Scheiben schneiden und hübsch servieren.

Illustration: bunte Zutaten und Kräuter
Zubereitungszeit
30 Min.
Koch-/Backzeit
0 Min.
Gesamtzeit
90 Min.
Portionen
24
Schwierigkeitsgrad
Einfach

Zutaten für 24 Portionen

Grundmenge für jede Variante

  • weiche Butter125 g
  • Salz nach Geschmack

1. Zitrone-Dill

  • Zitronenabrieb1 TL
  • Dill1 EL
  • Petersilie1 EL
  • Knoblauchzehe½

2. Knoblauch-Petersilie

  • Knoblauchzehen2
  • Petersilie2 EL
  • Schnittlauch1 EL

3. Chili-Honig

  • Honig1 TL
  • Chiliflocken½ TL
  • Petersilie1 EL

4. Basilikum-Zitrone

  • Basilikum2 EL
  • Zitronenabrieb1 TL
  • kleine Knoblauchzehe1

5. Schnittlauch-Miso

  • Schnittlauch2 EL
  • helle Misopaste1 TL
  • gerösteter Sesam1 TL

6. Rosmarin-Rauchsalz

  • gehackter Rosmarin1 TL
  • Rauchsalz½ TL
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Butter vorbereiten

    Die Butter mindestens 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich wird.

  2. Kräuter trocknen

    Kräuter waschen, gründlich trocken schleudern oder tupfen und fein hacken. Knoblauch fein reiben.

  3. Verrühren

    Je 125 g Butter mit den Zutaten einer Variante gründlich verrühren, bis alles gleichmäßig verteilt ist.

  4. Abschmecken

    Nach Bedarf salzen. Bei der Miso-Variante zuerst probieren, denn Miso ist bereits salzig.

  5. Rollen formen

    Jede Butter auf Backpapier oder Frischhaltefolie geben, zu einer Rolle formen und die Enden eindrehen.

  6. Kühlen

    Mindestens 1 Stunde kühlen, dann in Scheiben schneiden und servieren.

Tipps & typische Fehler

  • Die Butter soll weich, nicht geschmolzen sein – sonst trennen sich Fett und Einlagen.
  • Kräuter immer gut trocknen, damit die Butter länger hält.
  • Knoblauch fein reiben statt hacken, dann verteilt er sich besser.
  • Rollen beschriften, damit man die Sorten unterscheiden kann.

Varianten

  • Mit Bärlauch: Im Frühling Bärlauch statt Knoblauch verwenden.
  • Mit Tomate: Getrocknete Tomaten und Oregano einarbeiten.
  • Mit Trüffel: Ein paar Tropfen Trüffelöl und Salz.
  • Süß: Zimt und Honig für Waffeln oder Pancakes.

Aufbewahrung & Aufwärmen

Im Kühlschrank hält Kräuterbutter etwa eine Woche. Eingefroren bleibt sie 2 bis 3 Monate frisch; Scheiben lassen sich gefroren abschneiden.

Passt gut dazu

  • Frisches Baguette
  • Gegrilltes Steak
  • Ofenkartoffeln
  • Gebratener Fisch

Allergenhinweis

Dieses Rezept kann laut den verwendeten Zutaten folgende Allergene enthalten: Milch, Soja (Miso), Sesam. Bitte prüfe im Zweifel die Etiketten der von dir verwendeten Produkte — insbesondere bei Lebensmittelallergien.

Einfache Formatierung möglich (Markdown: **fett**, *kursiv*, Links). HTML wird automatisch entfernt.

Noch keine Kommentare — sei die erste Person, die etwas schreibt!

Illustration: Pfanne mit Pilzsoße

Schwarzwälder Jägersoße – cremige Pilzsoße wie bei Oma

Eine gute Jägersoße macht aus einem schlichten Schnitzel ein Festessen. Diese Version kommt ohne Tütenpulver aus. Champignons, Butter, Brühe und Sahne genügen. Ihren Namen verdankt die Soße den Pilzen, die früher von Jägern im Wald gesammelt wurden. Heute sind Champignons die Basis, gern ergänzt durch ein paar Waldpilze. Sie werden mit Zwiebel in Butter kräftig gebräunt, kurz mit Mehl bestäubt und mit Brühe abgelöscht. Sahne macht die Soße cremig und mild. Die Bräune der Pilze entscheidet über den Geschmack. Eine große Pfanne und nicht zu viele Pilze auf einmal sorgen dafür, dass sie rösten, statt im eigenen Saft zu kochen. Lieber in zwei Portionen braten. Die Soße reicht für vier Portionen und passt zu Schnitzel, Frikadellen, Spätzle oder Knödeln. Sie lässt sich gut vorbereiten und kurz vor dem Essen erhitzen.

⏱ 25 Min.Einfach
Illustration: Schüssel mit grünem Salat und buntem Gemüse

Grüne Lebensmittel für die Winterküche – 12 Sorten und Ideen

Grün auf dem Teller tut im Winter gut. Zwölf grüne Lebensmittel bringen Abwechslung in die kalte Jahreszeit. Dazu gehören Kohl, Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Obst. Konkret geht es um Spinat, Rucola, Grünkohl, grünen Salat, Brokkoli, Sellerie, Spargel, Gurke, grünen Apfel, grüne Paprika, Erbsen und Avocado. Nicht alles davon wächst im Winter bei uns: Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat sind echte Wintergemüse, Spargel und Gurke dagegen Sommerkulturen. Tiefgekühlter Spinat und Erbsen sind eine gute Alternative, weil sie direkt nach der Ernte schockgefrostet werden. In der Küche lassen sich die grünen Zutaten ganz unterschiedlich einsetzen: Grünkohl schmoren, Brokkoli im Ofen rösten, Erbsen in Suppen geben, Rucola und Apfel roh als Salat servieren. Ein Wort zu Versprechen, die man oft liest: Die grüne Farbe ist kein Nachweis für eine besondere Wirkung auf Leber oder Entgiftung. Entscheidend ist die gesamte Ernährung – viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchte in bunter Mischung.

⏱ 40 Min.Einfach
Illustration: Topf mit Reisgericht und Gemüse

Djuvec-Reis mit Ajvar und Paprika – wie im Balkan-Restaurant

Djuvec-Reis ist die bekannte rote Reisbeilage aus dem Balkan-Restaurant. Ajvar und Paprika geben ihm Farbe und Würze. Er passt zu Ćevapčići, Grillfleisch oder einfach als vegetarisches Hauptgericht. Ajvar ist eine Paste aus gerösteter Paprika und manchmal Aubergine. Er bringt eine milde, leicht rauchige Süße in den Reis und färbt ihn kräftig orangerot. Zusammen mit frischer Paprika, Zwiebel, Knoblauch und Erbsen entsteht ein aromatischer Reis, der deutlich mehr kann als eine einfache Beilage. Der Reis wird zuerst kurz mit dem Gemüse angeröstet und dann in Brühe gegart. Wichtig ist, nach Zugabe der Brühe nicht ständig zu rühren. Ruhiges Garen bei milder Hitze und geschlossenem Deckel lässt die Körner locker und getrennt bleiben. Häufiges Rühren setzt Stärke frei und macht den Reis klebrig. Nach dem Garen sollte der Reis noch fünf Minuten ruhen. In dieser Zeit verteilt sich die restliche Feuchtigkeit, und die Erbsen werden gar. Je nach Ajvar-Sorte (mild oder scharf) lässt sich die Schärfe gut anpassen.

⏱ 40 Min.Einfach
Illustration: Schüssel mit Salat und Gemüse

Sauerkraut selbst fermentieren – Schritt für Schritt im Glas

Selbst fermentiertes Sauerkraut braucht nur zwei Zutaten: Weißkohl und Salz. Den Rest erledigen Milchsäurebakterien. Aus 900 Gramm Kohl entsteht etwa ein Liter Kraut. Beim Fermentieren wandeln Milchsäurebakterien, die natürlicherweise auf dem Kohl vorkommen, den Zucker im Kohl in Milchsäure um. Das macht das Kraut sauer, aromatisch und haltbar. Das Salz hat dabei eine wichtige Aufgabe: Es zieht Saft aus dem Kohl und hemmt unerwünschte Keime, während die Milchsäurebakterien sich vermehren können. Die Menge liegt bei etwa 2 Prozent des Kohlgewichts. Entscheidend für den Erfolg ist, dass der Kohl während der gesamten Gärzeit vollständig unter der eigenen Lake bleibt. Luftkontakt fördert Schimmel und Fehlgärungen. Deshalb wird der Kohl fest ins Glas gedrückt und mit einem Gewicht beschwert. Sauberes Arbeiten und regelmäßiges Kontrollieren gehören dazu. Bildet sich pelziger Schimmel oder riecht das Kraut faulig, muss die Charge entsorgt werden. Ein leicht säuerlicher, frischer Geruch und eventuell etwas weißer Kahmhefe-Film an der Oberfläche sind dagegen typisch – im Zweifel gilt aber: lieber wegwerfen.

⏱ 30 Min.Mittel