Marmor-Gugelhupf mit Schokolade – saftig wie bei Oma

An einem kalten Nachmittag macht ein Stück Kuchen aus der eigenen Küche die Kaffeetafel gemütlich. Der Marmor-Gugelhupf ist dabei ein echter Klassiker: Ein lockerer, buttriger Rührteig wird zur Hälfte hell gelassen und zum Teil mit Kakao dunkel gefärbt. In der Form entsteht dann das typische Marmormuster, das bei jedem Anschnitt ein wenig anders aussieht. Dieser Gugelhupf bekommt zusätzlich einen Überzug aus Zartbitterschokolade, der den Kuchen länger saftig hält und ihm eine feine Bitternote gibt. Serviert wird er am besten ganz schlicht – so bleibt der schöne Anschnitt mit den hellen und dunklen Wirbeln gut sichtbar. Damit der Kuchen gelingt, sind ein paar Kleinigkeiten wichtig. Die Butter muss weich sein und mit dem Zucker lange genug geschlagen werden, damit viel Luft in den Teig kommt. Die Eier werden einzeln eingerührt, und Mehl, Backpulver und Milch kommen erst zum Schluss dazu und werden nur kurz untergehoben. Ebenso entscheidend ist der richtige Moment zum Stürzen. Ein Gugelhupf sollte nach dem Backen etwa zehn Minuten in der Form ruhen. Wird er zu früh gestürzt, kann die noch weiche Krume brechen; zu spät klebt er gern an der Form fest.

Illustration: Marmor-Gugelhupf mit Schokoladenguss und Zuckerglasur
Zubereitungszeit
25 Min.
Koch-/Backzeit
55 Min.
Gesamtzeit
110 Min.
Portionen
16
Schwierigkeitsgrad
Mittel

Zutaten für 16 Portionen

Für den Teig

  • weiche Butter250 g
  • Zucker200 g
  • Vanillezucker1 Pck.
  • Eier (Größe M), zimmerwarm4
  • Weizenmehl (Type 405)300 g
  • Backpulver2 TL
  • Milch100 ml
  • Backkakao30 g
  • zusätzliche Milch für den dunklen Teig2 EL

Für den Überzug

  • Zartbitterschokolade150 g
  • Kokosfett (optional, für mehr Glanz)1 TL

Für die Form

  • Butter und Mehl oder Semmelbrösel

Zubereitung

  1. Form vorbereiten

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform (ca. 22 cm) gründlich mit weicher Butter fetten und mit Mehl oder Semmelbröseln ausstreuen.

  2. Butter und Zucker aufschlagen

    Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät 4 bis 5 Minuten hell und cremig schlagen. Die Eier einzeln jeweils etwa 30 Sekunden unterrühren.

  3. Mehl und Milch unterheben

    Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch kurz unter die Buttermasse rühren, bis ein glatter Teig entsteht.

  4. Dunklen Teig herstellen

    Ein Drittel des Teigs in eine zweite Schüssel geben, den Kakao darübersieben und mit 2 EL Milch glatt rühren.

  5. Einfüllen und marmorieren

    Erst die Hälfte des hellen Teigs in die Form geben, dann den dunklen Teig und zum Schluss den restlichen hellen Teig. Mit einer Gabel spiralförmig durch die Schichten ziehen.

  6. Backen und stürzen

    Den Gugelhupf 50 bis 60 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen: Bleibt kein Teig haften, ist er fertig. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.

  7. Mit Schokolade überziehen

    Die Schokolade mit dem Kokosfett über einem warmen Wasserbad schmelzen und über den kalten Kuchen gießen. Fest werden lassen.

Tipps & typische Fehler

  • Mit einem Holzstäbchen prüfen und den Kuchen erst nach kurzem Abkühlen stürzen – zu frühes Stürzen bricht die Krume.
  • Die Form sehr sorgfältig fetten, auch in allen Rillen, sonst bleibt der Kuchen hängen.
  • Beim Marmorieren nicht zu oft durch den Teig ziehen, sonst vermischen sich die Farben zu stark.
  • Wird die Oberfläche zu dunkel, nach 40 Minuten mit Backpapier abdecken.

Varianten

  • Mit Nüssen: 50 g gemahlene Haselnüsse unter den dunklen Teig mischen.
  • Orangen-Marmor: Abrieb einer Bio-Orange in den hellen Teig geben.
  • Mit Puderzucker: Statt Schokoguss einfach dick mit Puderzucker bestäuben.
  • Mit Schokostückchen: 100 g gehackte Schokolade in den dunklen Teig geben.

Aufbewahrung & Aufwärmen

Unter einer Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie gewickelt bleibt der Gugelhupf 4 bis 5 Tage saftig. Er lässt sich gut einfrieren, am besten in Stücken, und taut bei Zimmertemperatur in etwa zwei Stunden auf.

Passt gut dazu

  • Kaffee oder Milchkaffee
  • Schlagsahne
  • Eine Kugel Vanilleeis
  • Kalte Milch für Kinder

Allergenhinweis

Dieses Rezept kann laut den verwendeten Zutaten folgende Allergene enthalten: Gluten (Weizen), Ei, Milch, Kann Spuren von Soja und Nüssen enthalten. Bitte prüfe im Zweifel die Etiketten der von dir verwendeten Produkte — insbesondere bei Lebensmittelallergien.

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Illustration: runder Obstkuchen

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln – aus der Springform

Zwetschgen, Zimt und Butterstreusel – im Spätsommer und Herbst gibt es kaum einen besseren Kuchen. Hier passt er in eine Springform. Der Boden bekommt Vanillepuddingpulver. Das Puddingpulver macht den Rührteig besonders zart und gibt ihm ein feines Vanillearoma. Darauf liegen halbierte, entsteinte Zwetschgen dicht an dicht. Die Streuseldecke aus Mehl, Butter, Zucker und reichlich Zimt wird beim Backen goldbraun und knusprig, während die Früchte darunter saftig schmoren. Die Zwetschgen kommen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig. So bleibt der Saft in den Fruchthälften und läuft nicht in den Boden, der sonst matschig würde. Wer im Winter backt, greift zu tiefgefrorenen Zwetschgen – sie werden gefroren aufgelegt. Lauwarm mit Schlagsahne serviert ist der Kuchen am besten. Er hält sich aber auch zwei bis drei Tage frisch.

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